Wurzelunkraut – Gegen dieses Unkraut hilft kein Hacken

Unkrauthacken bei Wurzelunkraut ist nicht unbedingt die beste Idee. Sie kann den Wildwuchs im Garten sogar noch verstärken. Daher ist es wichtig, den richtigen Weg bei der Unkrautbekämpfung einzuschlagen. Mit der Hacke den falschen Pflanzen zu Leibe zu rücken, wird das Problem nur verschlimmert. Lediglich Samenwildkräuter können durch regelmäßiges Unkrauthacken eingedämmt werden.

Vorsicht bei Wurzelunkraut

Aus jedem Teilstück kann beim Hacken eine neue Pflanze heranwachsen, daher ist beim Hacken von Wurzelunkräutern besondere Vorsicht geboten, wie das Umweltbundesamt erklärt.

Zu den Wurzelunkräutern gehört

Acker-Kratzdistel, Ackerminze, Ampfer, Acker-Schachtelhalm, Ackerwinde, Brennnessel, Disteln, Giersch, Gundermann, Günsel, Kriechender Hahnenfuß, Löwenzahn, Quecke, Quendel, Weißklee, Wegerich , Wollziest, Zaunwinde

Unkraut mit Pfahlwurzel

Zu den bekanntesten Pfahlwurzel Unkräuter zählen vor allen Dingen Löwenzahn, Ampfer und Distel.

Diesen Unkräutern kann durch Hacken nicht beigekommen werden !

Brennnessel

Bei Wurzelunkräutern ist es auf jedem Fall ratsam mit einem Unkrautstecher oder einer Grabegabel zu arbeiten. Die Unkräuter sollten nach Möglichkeit komplett mit allen Wurzeln aus der Erde entfernt werden.

Sie  vermehren sich über ihre Rhizome, Wurzelsprossen oder Ausläufer und andere Wurzelorgane.

Jedes kleinste Wurzelstück und jeder verbliebene Ausläufer wird vermehrt wieder austreiben.

Beim Giersch ist es nicht ganz einfach, da die Wurzeln gerne abreißen, wenn an der Pflanze gezogen wird. Teilweise sind die Wurzeln ziemlich verzweigt und auch von mehreren Pflanzen verwoben. Um den Giersch zu entfernen, sollte die Erde sehr gut gelockert werden. Anschließend lassen sich auch Gierschpflanzen herausziehen. Wichtig ist es das Wurzelunkraut im Garten richtig zu erkennen und entsprechend zu bekämpfen.

Treten bestimmte unerwünschte Wildkräuter massiv auf, sollten die Bodenverhältnisse genauer überprüft werden. Bei vielen Unkräutern handelt es sich um Zeigerpflanzen, die besonders gut unter bestimmten Bodenverhältnissen gedeihen.

Disteln

Während Ackerschachtelhalm stark verdichtete, staunasse Böden bevorzugt, mögen Giersch und Brennnesseln stickstoffreiche Erde. Durch das Verändern der Bodenverhältnisse kann das Unkraut in vielen Fällen zurückgedrängt werden.

Das kann durch die Reduktion von Dünger erfolgen oder durch Umgraben des Bodens sowie der Zugabe von Sand, um den Boden aufzulockern.

Wenn sich das Unkraut ganz massiv ausgebreitet hat und dem kaum mehr beizukommen ist, kann es nötig werden, die Erde ein gutes Stück abzutragen und neu aufzuschütten.

Hier sollte dann direkt etwas Sand mit eingebracht werden. Sobald die ersten kleinen Unkräuter aus der Erde lugen, sollten sie direkt entfernt werden, damit es gar nicht erst wieder zu einer Ausbreitung kommt.

Mit regelmäßigem Hacken gegen Samenunkraut

Handelt es sich um Samenunkräuter, kann das regelmäßige Hacken ein durchaus hilfreiches Mittel sein. Bei den Pflanzen ist es in erster Linie wichtig, die Blüte zu verhindern und damit die Samenproduktion. Wird der Zeitpunkt versäumt, kann es helfen, die Blüten abzuschneiden, sobald sie sichtbar werden. Die Blüten bieten Bienen die Möglichkeit Nektar zu sammeln und sollten stehen bleiben. Sobald sie beginnen zu verblühen, ist es Zeit, sie abzuschneiden. Das rechtzeitige Vorgehen ist wichtig, damit sich die Samenunkräuter erst gar nicht im Garten weiter ausbreiten. Zu den Samenkräutern gehören Vogelmiere, Wegerich, Wolfsmilch und Weißer Gänsefuß.

Manche Wildkräuter breiten sich über Samen und auch über die Wurzeln aus. Dazu gehören Gänseblümchen und Löwenzahn. Die richtige Reihenfolge bei der Unkrautbekämpfung ist hier wichtig, damit sich sämtliche unerwünschte Pflanzen nicht weiter ausbreiten.

Um Wurzelunkräuter erfolgreich zu bekämpfen, sollten zuerst die meist gut erkennbaren Wurzelunkräuter beim Jäten entfernt werden. Danach ist es gut, das Beet einmal gründlich durchzuhacken. Dabei ist es ganz entscheidend, den Zeitpunkt auf die ersten Wochen nach der Pflanzung oder Aussaat zu legen. Dann lässt sich die starke Ausbreitung noch gut verhindern. Langfristig sorgt das für wesentlich weniger Arbeit.

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