Was frisst der Star

Star (Sturnus vulgaris)

Stare ziehen oft in großen Schwärmen umher, während der Fortpflanzungszeit sondern sie sich jedoch paarweise ab. Sie sind Höhlenbrüter, nehmen aber im Garten auch Nistkästen an. Stare sind Weichfutterfresser; ihr Nahrungs- spektrum reicht von Rosinen und Obst bis zu Insekten, Würmern und Schnecken, im Winter nehmen sie aber auch Samenkörner am Vogelhaus als Nahrung an.

Aussehen und Lebensweise des Stars

Der Star ist in Mitteleuropa in der Regel ein Ganzjahresvogel, teilweise aber auch Zug- oder Strichvogel. Im Winter kommen Stare aus Nord- und Osteuropa als Wintergäste hinzu. Teilweise weichen die Stare aber zu Winterbeginn auf die Iberische Halbinsel, Süditalien, Griechenland, Nordafrika und Kleinasien aus.
Die geselligen Stare sind ein echter Kulturfolger. Sie siedeln sich in den grünen Außenbezirken von Städten, in Parks und Grünanlagen, aber auch in unseren Gärten an. Abends versammeln sie sich an ihren Schlafplätzen. Dazu nutzen sie nicht nur Bäume, sondern auch vorspringende Gebäudeteile, sofern sie ausreichend Sitzmöglichkeiten bieten. Auch bei Störungen wie Verkehrslärm halten sie an ihren Schlafplätzen fest. Allerdings scheinen die Stare auch nicht wirklich zu schlafen, sie unterhalten sich, schwätzen und singen miteinander – das geht manchmal so die ganze Nacht hindurch.
Stare können sich aber auch sehr gut mit ihrem Bauchredner artigen Geplapper lange Zeit selbst unterhalten. Ihr Repertoire scheint schier unbegrenzt zu sein. Sie können sogar das Mauzen von Bussarden oder den Ruf des Pirols nachahmen.
Fällt ein Schwarm von Staren im Herbst in die Weinberge ein – zum Ärger der Weinbauern, die die Stare mit automatisch Böllern oder dem Todesschrei eines Stares vom band versuchen wieder zu vertreiben.
Stare werden etwa 22 cm groß. Das Wintergefieder ist prachtvoll glänzend schwarz mit einem grünlichen Schimmer und und zahlreichen weiß-grauen Punkten. Das Sommergefieder ist demgegenüber eher unscheinbar einheitlich schwarz gefärbt. Die flügge gewordenen Jungstare sind zunächst grau-braun.

Was frisst der Star in der Natur?

Stare ernähren sich in der Natur von Beeren und Fallobst Insekten, Würmern und Schnecken.

Womit füttert man den Star am Vogelhaus?

Handzahme Stare, welche von klein auf von Menschen aufgezogen worden sind, lassen sich besonders gerne mit Quark oder gekochtem Ei füttern, fressen aber auch alles andere, was sie an Speisen habhaft werden können.
Auch am Vogelfutterhaus erweisen sich Stare als universelle Weichfutterfresser, die gerne Apfelstücke, Rosinen u. ä. annehmen, sich aber auch am Meisenknödel laben und Körnerfutter aus dem Vogelfutterhaus nicht verschmähen.

Brutverhalten und Nisthilfen für den Star

Stare nehmen auch schon einmal gerne anderen Höhlenbrütern wie den seltenen gewordenen Wendehals und Wiedehopf den Brutplatz weg. Sie beziehen Baumhöhlen, aber auch Mauerspalten und Nistkästen. Im Garten stellt man den Staren ein Nistkasten am Ende eines wenigstens 2 m langen stabilen Holzstabes auf. Starenkästen kann man aber auch an einer Wand oder einem Baum aufhängen. Das Flugloch sollte einen Durchmesser von ca. 5 cm haben.
Während Stare das übrige Jahr in Schwärmen umherziehen, leben sie während der Fortpflanzungszeit monogam und bilden einzelne Paare.
Die Fortpflanzungszeit beginnt im April, bis zum Juli kann auch eine zweite Brut folgen. Das Nest wird überwiegend vom Staren-Weibchen gebaut. Die Brutzeit dauert etwas weniger als 2 Wochen. Es werden meist zwischen 4 und 7 Eiern gelegt. Tagsüber lösen sich die Eltern alle halbe Stunde beim Brüten ab, nachts übernimmt allein das Staren-Weibchen das Bebrüten der Eier. Die Jungvögel blieben etwa drei Wochen im Nest, bis sie flügge sind und zusammen mit den Eltern ihre erste Flugversuche starten, von lauten Schnarrgeräuschen unterstützt. Zur Lieblingsnahrung der Nestlinge und der flügge gewordenen Jungvögel gehören Rosinen. Also am besten in der Nähe des Nestes ein Schälchen mit Rosinen aufstellen! Die jungen Stare werden, wenn sie das Nest verlassen haben, noch bis zu 5 Wochen von ihren Eltern gefüttert.

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