Was fressen Tannenmeisen am Vogelhaus

Tannenmeise (Parus ater)

Die Tannenmeise ist die kleinste unserer einheimischen Meisenarten. Sie lebt vor allem in Nadelwäldern, kommt aber im Winter auch in den Garten an Vogelhaus und Meisenknödel. Als Höhlenbrüter nimmt sie auch Nisthilfen an, der Nistkasten sollte ein Flugloch von nicht mehr als cm Durchmesser haben.

Aussehen und Lebensweise der Tannenmeise

Die Tannenmeise ist mit Ausnahme von Nord-Skandinavien in ganz Europa und in weiten Teilen Asiens verbreitet. Von Europa bis Ostasien sind 21 Unterarten der Tannenmeise mit regional unterschiedlicher Verbreitung bekannt. In Mitteleuropa lebt sie vor allem in Nadel- und Mischwäldern. In Parkanlagen und Gärten hält sie sich ebenfalls im Schutz von Baumgruppen auf. Die Tannenmeise gehört eigentlich zu den Teilziehern, bleibt aber auch teilweise im Winter in ihrem angestammten Revier – vorausgesetzt sie findet genügend Nahrung, oder sei findet sich im Garten am Vogelfutterhaus ein.

Die Tannenmeise wird nur etwa 11 cm groß, 10 g schwer und hat eine Flügelspannweite von 20 cm; sie kann bis zu 5 Jahre alt werden. Die Flügel und der Rücken sind dunkelgrau bis auf einen großen weißen Fleck im Nacken, der schwarz eingefasst ist. Kopf und Schnabel sind schwarz, bis auf die weißen Wangen. Die Bauchseite ist bis auf den schwarzen Brustlatz hell graubraun bis beige, bei den Jungvögeln eher gelblich gefärbt.

Die Tannenmeise könnte von weitem mit einer Kohlmeise verwechselt werden, man kann die Tannenmeise aber eindeutig von der Kohlmeise durch den weißen Nackenfleck und den grauen Rücken unterscheiden. Wegen ihres Gesanges, der wie „zul zilp zalp“ klingt, wird sie in Bayern auch Zilzelperle genannt.

Was frisst die Tannenmeise in der Natur?

Die Tannenmeise ernährt sich vor allem von den Samen von Nadelhölzern. Außerdem von Insekten, vor allem von Insektenlarven und Blattläusen, aber auch von Spinnen und Samenkörnern.

Im Winter ernährt sie sich hauptsächlich von Tannen-, Fichten- und Kiefersamen. Die Samen der Nadelbäume sammelt die Tannenmeise kopfunter an den Zweigen hängend. Dabei hält sie sich mit ihren zangenförmig schließenden Krallen fest. Oft hortet sie die Samen der Nadelbäume auch für schlechte Zeiten: Dann vergisst sie einen Teil ihrer Samenvorräte, und so ist schon meine kleine Gruppe von Tannen oder Fichten entstanden.

Womit füttert man die Tannenmeise am Vogelhaus?

Fühlt sich die Tannenmeise im Garten wohl und sicher, dann fasst sie auch am Vogelhaus schnell Zutrauen. Besonders in den Wintermonaten kommt die Tannenmeise dann regelmäßig an die Futterstelle. Sie hängen sich kopfunter an die Netze der Meisenknödel und pickt sich die Körner mitsamt dem Pflanzenfett heraus.

Brutverhalten und Nisthilfen für die Tannenmeise

Tannenmeisen sind Höhlenbrüter. Ihre Nester legen sie in alten Baumhöhlen, in großen Astlöchern oder in Felsspalten, aber auch in Erdhöhlen oder Erdspalten an. Das Nest wird mit Moos, Grashalmen und Blattstückchen ausgepolstert.

Tannenmeisen, die sich regelmäßig auch im Garten einfinden, nehmen dort auch gerne einen der für Meisen gebauten Nistkasten als Nisthilfe an. Der Nistkasten sollte ein 2,5 bis höchstens 3 cm breites Schlupfloch haben.

Die Fortpflanzungszeit der Tannenmeise fällt in die Monate April oder Mai bis Juli. Mit der Balz beginnt das Männchen der Tannenmeise aber schon im März. In Mitteleuropa kann sie jährlich 2 Bruten aufziehen: Die erste Brut hat zwischen 7 und 11 Eier, die zweite Brut etwas weniger – zwischen 6 und 9 Eiern. Nur das Weibchen bebrütet die Eier, jede Brutzeit dauert etwa 2 Wochen. Die Jungvögel bleiben zwischen 2 und 3 Wochen im Nest.

Die kleinen Tannenmeisen haben in der Natur viele Feinde: Neben Raubvögel auch Elstern, Eichelhäher und Eichhörnchen. Viele Jungvögel überleben das erste Jahr nicht. Auch der Mensch trägt durch Abholzung von Tannen- und Fichtenwäldern zum Rückgang der Tannenmeisen bei. Denn sie braucht die Nadelbäume, um dort Schutz vor möglichen Feinden suchen zu können.

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