Kohlmeise

Was fressen Kohlmeisen am Vogelfutterhaus

Die Kohlmeise ist unsere größte und bei weitem häufigste Meisenart. Ursprünglich ein Waldbewohner, hält sie sich auch gerne das ganze Jahr hindurch auf baumbestandenen Friedhöfen, in Parks und Gärten auf. Vorausgesetzt sie findet dort genügend Futter und eine geeignete Nisthöhle zu Aufzucht ihres Nachwuchses.

Beschreibung / Aussehen der Kohlmeise

Die Kohlmeise ist mit einer Länge von 14cm und einem durchschnittlichen Gewicht von 20g die größte und schwerste einheimische Meisenart. Die Flügelspannweite beträgt etwa 25cm. Kohlemeisen werden durchschnittlich 2 ½ Jahre alt.

Die obere Kopfhälfte der Kohlmeise ist schwarz gefärbt, die Wangen sind gelb, ebenso wie das Brustgefieder abgesehen von einem schmalen, schwarzen Längsband. Die Jungvögel sind insgesamt etwas blasser gefärbt.

Ursprünglich ist auch die Kohlmeise ein Waldvogel und hält sich vor allem in lockeren Misch- und Nadelwäldern mit einzelnen hohen, älteren Bäumen auf, in diesen sie ihre Nisthöhle anlegen kann. Ähnlich wie die Blaumeise bleiben aber auch Kohlmeisen oft das ganze Jahr hindurch in Gärten und Parks, solange sie dort Nahrung und Nistmöglichkeiten finden.

Was fressen Kohlmeisen am Vogelfutterhaus?

Auch Winter bevorzugen Kohlmeisen einen umfangreichen und abwechslungsreichen Speiseplan. Man kann sie mit fettreichen Samenkörnern, klein gehackten Nüssen und geschälten Sonnenblumenkernen, kleinen Bröckchen von Trockenfleisch und sogar Mehlwürmern füttern.

Denn die Kohlmeise ist eigentlich ein Mischfutterfresser und ernährt sich von Samenkernen genauso wie von Spinnen, Insekten und anderen kleineren Tieren.

Neben dem Vogelfutterhaus sollte man auch einige Meisenknödel aufhängen. Dort picken sie sich besonders gerne Fett und Samenkörner heraus. Eine ähnliche Funktion erfüllen auch Futterglocken. Man bekommt sie fertig, man kann sie aber selbst leicht anlegen: Man schiebt einen Holzstab soweit durch das Abzugsloch des Topfes, dass man den Topf daran oben an einem Ast aufhängen kann. Und unten sollte er etwa 10cm über den Topfrand herausragen. Dann können die Kohlmeisen die Futterglocke später leicht anfliegen und sich beim Fressen am Holzstab festhalten. Einen leeren, sauberen Tontopf gießt man mit einem Gemisch aus Fett und Samenkörnern aus.

Am Vogelfutterhaus hält sich die Kohlmeise dagegen nie länger auf. Offensichtlich will sie die Gesellschaft anderer Vögel meiden. Deshalb pickt sie sich ihr Futter aus dem Angebot heraus und zieht sich dann zum Fressen an einen ruhigeren Platz zurück. So wird man auch nie gleichzeitig 2 Kohlmeisen am Vogelfutterhaus sehen.

Auch im Sommer nehmen sie gerne Futter an. Verhält man sich ruhig, nehmen manche Kohlmeisen einem das Futter sogar aus der ausgestreckten Hand ab.

Berühmt geworden sind die Kohlmeisen Englands, die gelernt haben, die Stanioldeckel der frischen, morgens vor dem Haus abgestellten Milchflaschen aufzupicken.

Was fressen Kohlmeisen in der Natur?

Kohlmeisen sind Allesfresser: Neben Bucheckern, Samen, Blüten- und Blattknospen und Früchten erbeuten sie auch Insekten und deren Larven, Spinnen, Tausendfüßler und andere Bodenbewohner. Dabei hämmern sie t ihrem starken Schnabel auf den Boden, um die in der Erde lebenden Tiere hochzuscheuchen.

Beim Fressen halten sie ihr Futter mit beiden Füßen auf einer Unterlage fest – ähnlich wie wir es sonst eigentlich nur von Greifvögeln kennen.

Brutverhalten / Geeignete Nistkästen

Kohlmeisen brüten zweimal im Jahr. Kohlmeisen sind wie die meisten unserer einheimischen Meisenarten Höhlenbrüter.

Als Nisthilfe im Garten nehmen sie gerne einen hölzernen Nistkasten mit einem zwischen 32 und 34cm großen Einflugloch an. Dieser Meisenkasten wird dann vom Weibchen mit Federn, Tierhaaren, Wolle oder Moos ausgepolstert.

Findet die Kohlmeise keinen geeigneten Nistkasten, dann nimmt sie auch schon einmal mit den absonderlichsten Nistmöglichkeiten vorlieb, z. B. einem offenen Briefkasten oder einem meterlangen, im Garten stehenden Ofenrohr, welches dann hoch mit Moos ausgepolstert wird.

Ein Gelege hat zwischen 8 und 10 Eier, die ausschließlich vom Weibchen bebrütet werden. Nach etwa 2 Wochen schlüpfen die Nestlinge. Nun werden sie von beiden Eltern mit Futter versorgt. Nach 2 bis 3 Wochen sind sie flügge. Aber auch dann halten sie sich weiterhin in der Nähe des Nistkastens auf. Dort lassen sich die Jungvögel noch einmal etwa 2 Wochen lang von ihren Eltern durchgefüttert.

Schreibe einen Kommentar