Grünfink

Was frisst der Grünfink (Carduelis chloris)

Der Grünfink ist bei uns weit verbreitet. Im Winter ist er neben den Meisen einer der ersten Singvögel, die am Vogelhaus auftauchen. Er nistet versteckt in dichtem Gebüsch, nimmt aber auch Nistkästen zum Brüten an. Nur die Jungen werden neben eingeweichten Körner auch mit Insekten gefüttert, die Eltern sind jedoch strikte Vegetarier. Üblich sind zwei Bruten pro Jahr. Folgt dicht darauf eine dritte Brut, dann übernimmt das Grünfinken-Männchen die Fütterung der Nestlinge aus der zweiten Brut, während das Weibchen bereits das dritte Gelege bebrütet.

Aussehen und Lebensweise des Grünfink

Der Grünfink oder Grünling und Grünhänfling – wie er regional auch genannt wird – ist ursprünglich ein Waldbewohner, besiedelt aber auch Parks und Gärten mit Bäumen. Er ist ein Teilzieher, d. h. Nordeuropäische Populationen des Grünfinks ziehen im Winter zu uns oder weiter südwärts, unsere einheimischen Populationen überwintern auch hier.

In manchen urbanen Regionen ist der Grünfink noch vor dem Haussperling und der Amsel der häufigste Singvogel in den Städten. Manchmal brütet er sogar in einem Blumenkasten auf der Veranda oder dem Balkon.

Der Grünfink wird 14 ½ cm groß, wiegt etwa 32 g und hat einen leicht gedrungenen Körperbau. Die Flügelspannweite beträgt etwa 26 cm. Das Männchen hat eine gelblich grüne Brust, leuchtend gelbe Flügel- und Schwanzabzeichen. Das Weibchen ist grau und grünlich überhaucht. Die Jungvögel sind bräunlich gefärbt mit dunkleren Längsstreifen. Alle haben eine gelbe Schwarzwurzel, ältere Vögel auch gelbe Flügelspiegel. Der Schnabel ist kräftig gebaut und weist den Grünfink als Körnerfresser aus.

Was frisst der Grünfink in der Natur?

Der klobige Schnabel weist den Grünfink als Körnerfresser aus. Er nimmt die Samenkörner in den Schnabel und zerquetscht sie zwischen den beiden Schnabelhälften. Er ernährt sich hauptsächlich von Samenkörnern, Bucheckern und Sonnenblumenkernen. Auch von den Hagebutten frisst er nur die Kerne. Zumindest die ausgewachsenen Grünfinken sind ausschließlich Vegetarier.

Womit füttert man den Grünfink am Vogelhaus?

Im Winter ist der Grünfink ein häufiger Gast am Vogelhaus. Er hängt auch gerne in Gesellschaft mit Blau- und Kohlmeisen an den Meisenknödeln.

Wenn die Jungvögel der Grünfinken flügge geworden sind, bleiben sie noch eine Zeitlang mit ihren Eltern im Garten, stillen ihren Durst an einer Vogeltränke und holen sich vom Vogelfutterhaus ihr Futter.

Brutverhalten und Nisthilfen für den Grünfink

Bereits ab Februar singt das Grünfinken-Männchen und erhebt sich mit schwerfällig wirkendem Flügelschlag zu seinem Balzflug. Dann gibt er seiner Auserwählten kleine Brautgeschenke, das können Samenkörner oder kleine Federn zum Auspolstern des Nestes sein.

Das vergleichsweise einfache Nest wird etwa 1 ½ bis 2 m hoch in Bäumen, meist aber im Gebüsch oder in dichten Hecken angelegt, manchmal sogar an einer Hauswand zwischen Kletterpflanzen oder auf dem Balkon. Das Weibchen baut das Nest; das Männchen schleppt lediglich das Baumaterial an: kleine Zweige, Grashalme, Moos und Wurzeln – wenn es nicht gerade mit Singen beschäftigt ist. Die Brutzeit beginnt ab Ende März/ Anfang April. Die Jungen sind meist bereits flügge, wenn sich gegen Ende April die ersten Blätter an den Laubbäumen entfalten.

Das Weibchen bebrütet für 2 Wochen die 4 bis 6 Eier, während das Männchen in der Nachbarschaft sitzt, singt oder seine Balzflüge vorführt. Die Jungvögel bleiben etwa 14 Tage im Nest. Die Altvögel füttern die Nestlinge mit Insekten. Oder sie weichen die gesammelten Samenkörner in ihrem Kropf auf, bevor sie sie an die Jungen verfüttern. Normal sind zwei Bruten pro Jahr, seltener kommen drei Bruten vor. Dann kann es vorkommen, dass das Grünfinken-Weibchen schon wieder brütet, während das Männchen die Nestlinge füttert, bis sie flügge sind und das Nest verlassen.

Die Jungvögel lassen ihren Kot am Nestrand liegen und aushärten, sodass sich mit der Zeit ein stabiler Mauerring auf dem Nestrand bildet.

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