Gimpel

Gimpel ( Pyrrhula pyrrhula ) sind Bewohner sind eigentlich Bewohner der Wälder, halten sich aber auch gerne auf Friedhöfen, in Parks und Gärten auf. Wegen ihres schwarzen Käppis und ihrer Gesangsbegabung werden sie auch Dompfaff genannt. Der Gimpel ist ein Körnerfresser, der sich auch gerne am Vogelfutterhaus einfindet. Sein Nest baut er selbst, man kann ihm dabei aber mit einer passenden Unterlage helfen.

Beschreibung / Aussehen der Gimpel

Der Gimpel (Pyrrhula pyrrhula) hat einen gedrungenen Körperbau. Er wird zwischen 15 und 18cm groß und wiegt durchschnittlich 26g. Die Flügelspannweite liegt zwischen 22 und 26cm.

Charakteristisch für den Gimpel ist das schwarze Käppi, welches auch die Augen, den Schnabel einschließt und bis zum Kinn reicht. Die Flügeldecken sind schwarz mit einer weißen Binde. Die Gimpelmännchen haben einen grau-blauen Rücken, während Brust und Bauch leuchtend rosarot gefärbt sind. Die Füße des Gimpel-Männchens sind schwarzbraun. Das Weibchen hat stattdessen einen braun-grauen Rücken und hell grau-braune Brust und Bauchseite. Die Füße sind schwarz gefärbt.

Das Gefieder der Jungvögel ähnelt dem der Weibchen. Der Kopf ist zunächst hell, widr aber nach der ersten Mauser langsam schwarz.

Gimpel werden auch Dompfaffen genannt, wohl wegen ihres schwarzen Käppis , aber auch wegen ihrem eher etwas trägen Verhalten oder ihrer Sangesfreude. Früher wurde Dompfaff gerne als Käfigvogel gehalten, dem man bis zu 3 Lieder vorpfeifen kann, die er dann in reinen Flötentönen deutlich nachpfeifen kann.

Zumindest in Deutschland ist die Entnahme von Dompfaffen und anderen Wildvögeln aus der Natur zur Käfighaltung seit 1988 verboten. Es gibt eine entsprechende EU-Verordnung, die aber in vielen Ländern noch nicht konsequent umgesetzt wird.

Was fressen Gimpel am Vogelfutterhaus?

Am Vogelhaus frisst der Gimpel Samenkörner, vor allem Lein- und Hirsesamen, und zerkleinerte Nüsse, Sonnenblumenkerne, Bucheckern, aber auch gemischtes Fettfutter und Trockenfrüchte und getrocknete Beeren.

Wichtig ist auch in der der Nähe des Vogelhauses eine Vogeltränke, an der die Vögel ihren Durst stillen können.

Was fressen Gimpel in der Natur?

Der Gimpel hat einen kräftigen Schnabel, das weist ihn als Körnerfresser aus.

Gimpel ernähren sich hauptsächlich von den Samen von Kräutern und Gehölze, aber auch von Blüten- und Blattknospen. Beerenfrüchte, Insekten oder Spinnen werden dagegen eher als Beikost genommen. Und bei den Beerenfrüchten schält der Gimpel das Fruchtfleisch ab und frisst nur die Samen.

Im Sommer bevorzugen Gimpel die Samen von Löwenzahn, Miere und anderen Wildpflanzen. Im Winter und Frühjahr fressen sie auch Blatt- und Blütenknospen, vor allem von Obstbäumen. Im Herbst und Winter ernährt er sich vor allem von Vogelbeeren, Brombeeren und anderen hängengebliebenen Früchten.

Brutverhalten / Geeignete Nistkästen

Gimpel brüten ein- bis zweimal im Jahr. Zunächst begibt sich das Pärchen gemeinsam auf die Suche nach einem geeigneten Nistplatz, meist in 2 bis 3m Höhe an einem Fichtenstamm mit dicht stehenden Zweigen: Das Männchen schlägt einen Platz vor, aber das Weibchen baut das Nest.
Das Nest wird zunächst ringförmig aus trockenen Fichtenreisig angelegt. Darauf kommen dann Grashalme, Wurzeln, Stängelstücke und Zweige zum Auspolstern. Noch 5 Tagen ist das Nest fertig und das Weibchen beginnt, die 4 bis 6 hellblauen Eier zu bebrüten. Die Brutzeit dauert etwa 2 Wochen. Die Nestlingszeit dauert dann noch einmal 2 Wochen. Auch wenn die Jungvögel das Nest verlassen, hält die Familie weiterhin zusammen, oft schließen sich auch mehrere Gimpel-Familien zusammen.
Auch im Garten können Gimpel brüten, wenn man ihnen eine geeignete Nisthilfe bietet. Sie sind allerdings Freibrüter, einen Nistkasten nehmen sie nicht an.
Stattdessen kann man sie beim Nestbau unterstützen, indem man Nisttaschen angelegt. Dazu benutzt man Ginster- und Kieferzweige; Zweige anderer Koniferen sind weniger gut geeignet, da sie zu stark Nadeln.
Einige Zweige mit einer Länge von 80 bis 100cm werden mit Kordel oben und unten an einem Baumstamm so festgebunden, dass ein Hohlraum zwischen Zweigen und Stamm gebildet werden, der den Vögeln Schutz bietet. In einer solchen Nist-Tasche legen die Gimpel gerne ihr Nest an.

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