Feldsperling

Feldsperling (Passer montanus)

Der Feldsperling lebte zwar eher im offenen Gelände, dringt aber zunehmend auch in menschliche Siedlungen vor, wo er dann zusammen mit dem Haussperling am Vogelhaus auftritt. Beide Arten lassen sich anhand der Kopf- und Wangenzeichnung und des Kehlflecks voneinander unterscheiden. Männchen und Weibchen des Feldsperlings sind allerdings anhand der Größe und des Gewichts voneinander zu unterscheiden. Der Feldsperling ist ein Höhlenbrüter.

Aussehen und Lebensweise des Feldsperlings

Der Feldsperling ist in Europa mit Ausnahme von Teilen Nordskandinaviens, von Südwestirland und Portugal fast ebenso weit in Europa verbreitet wie der Haussperling. Er bevorzugt als Lebensraum aber Feldgehölze und dringt lediglich bis in die Ränder und Außenbereiche von Siedlungen vor. Man findet ihn aber auch in Parks und Gärten. Oft sieht man Feldsperlinge im Sand baden, damit versuchen sie, sich von Parasiten zu befreien. Insgesamt hat sich der Feldsperling noch weitaus weniger an Leben in Menschennähe gewöhnt als der Haussperling. Anders in Asien und im Mittelmeergebiet, wo er bereits zum Stadtvogel geworden ist, vor allem dort wo der Haussperling fehlt.
Der Feldsperling lebt in kleinen Gruppen, sammelt sich erst im Herbst zu größeren Schwärmen, die aus mehreren Tausend Vögeln bestehen können. Vielerorts ist der Feldsperling ein Teilzieher, während der Haussperling als Jahresvogel lebt.
Im Gegensatz zum Haussperling haben sowohl Männchen als auch Weibchen des Feldsperlings eine braune Kopfplatte, weiße Wangen und einen schwarzen Ohrenfleck. Der Feldsperling wird 14 cm groß, wiegt bis zu 25 g und kann ein Alter von 8 Jahren erreichen. An der Gefiederfärbung lassen sich Männchen und Weibchen des Feldsperlings nicht voneinander unterscheiden, lediglich an der Körpergröße und am Gewicht. Denn die Weibchen werden etwas größer und sind schwerer.

Was frisst der Feldsperling in der Natur?

Der Feldsperling ist ein Körnerfresser, frisst aber auch Blütenknospen, Obst und Insekten, aber auch Samenkörner – besonders die der Melde, von Brennnesseln, Knöterich und Beifuß. Zur Aufzucht der Nestlinge werden vor allem Blattläuse verwendet.

Womit füttert man den Feldsperling am Vogelhaus?

Im Winter kommen die Feldsperlinge auch an das Futterhaus oder picken an den Meisenknödeln. Feldsperlinge nehmen neben Körnerfutter und Getreideflocken auch Obststückchen oder Mehlwürmer an. Oft sieht man sie gemeinsam mit Haussperlingen am Vogelhaus. Langjährige Beobachtungen haben gezeigt, dass die Feldsperlinge auf Futtersuche im Winter immer mehr vom einstigen Feld- und Wiesenbewohner zum Stadtvogel werden.

Brutverhalten und Nisthilfen für den Feldsperling

Feldspärlinge brüten selten einzeln, öfter in Kolonien. Sie nutzen Höhlen in alten Bäumen, Mauernischen, Felsspalten u. ä. zum Nestbau. Sei nehmen aber auch gerne Nistkästen zum Brüten an. Deshalb sollte man gleich mehrere Nistkästen nebeneinander aufhängen oder eine große, breite Nisthilfe mit mehreren Abteilen und Öffnungen in regelmäßigen Abständen zimmern. Das Einflugloch sollte einer Durchmesser von 32 bis 34 mm Durchmesser haben. Der Nistkasten wird in einer Höhe zwischen 2 und 4 m angebracht.
Das Nest besteht aus einem ziemlich unordentlichen Haufen aus Halmen und Vogelfedern mit einem seitlichen Einschlupfloch. Manchmal wird das Nest sogar mit Blümchen verziert.
Ein Pärchen benutzt oft ein Leben lang die gleiche Nisthöhle. Es gibt aber auch polygame Männchen, die mit mehreren Weibchen zusammenleben und dann reihum sich an der Aufzucht der Jungen in den verschiedenen Nestern beteiligen. Oft schlafen die Feldsperlinge auch außerhalb der Brutsaison in den Nisthöhlen.
Ein Gelege besteht jeweils aus 5 bis 6 Eiern, die etwa 2 Wochen lang bebrütet werden, die Nestlinge bleiben dann nochmals bis zu Wochen im Nest, bis sie flügge werden. Üblich sind zwei, manchmal sogar drei Bruten im Zeitraum zwischen April und Juli.
Wenn die flüggen Jungvögel das Nest verlassen, sitzen sie meist noch einige Tage gemeinsam auf einem Ast in der Nähe und betteln ihre Eltern auch weiterhin um Futter an. Bis sie schließlich selbst auf Nahrungssuche gehen.

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