Distelfink

Was fressen Distelfinken /  Stieglitze am Vogelhaus

Stieglitze ( Carduelis carduelis )sind unsere buntesten, einheimischen Singvögel. Wegen ihrer Lieblingsnahrung werden sie auch Distelfinken genannt. Sie nehmen aber auch andere Samen als Nahrung in der Natur und am Vogelfutterhaus an. Stieglitze sind Freibrüter. Man kann ihnen beim Nestbau helfen, indem man eine Nisttasche an einem Baumstamm anbindet.

Beschreibung / Aussehen der Distelfinken

Distelfinken (Carduelis carduelis) sind wegen ihrem farbigen Gefieder in leuchtendem Rot, Weiß, Gelb und Schwarz eigentlich mit keiner anderen, unserer einheimischen Singvogelarten zu verwechseln.
Das Kopfgefieder ist um den Schnabel und die Augen herum rot gefärbt, gefolgt von einem breiten weißen Streifen, der Hinterkopf ist bis zum Brustansatz tiefschwarz gefärbt. Beim Weibchen ist die rote Gesichtsmaske kleiner und reicht nur bis höchstens zum Vorderrand der Augen.
Die Flügeldecken sind schwarz bis auf eine breite Binde in Goldgelb. Auch die Jungvögel haben schon diese leuchtend gelbe Flügelbinde, aber bis zur Mauser im Herbst noch keine rote Gesichtsmaske.

Was fressen Distelfinken am Vogelfutterhaus?

Am Vogelfutterhaus fressen Distelfinken am liebsten die Samen von Disteln und anderen Wildpflanzen oder Unkräutern, aber auch Sonnenblumenkerne und Baumsamen. Zu ihrer Lieblingsnahrung zählen die Chia- und Ramtilsamen. Diese mischt man einfach unter das Misch- und Streufutter: Die Distelfinken picken sie sich dann wieder aus der Samenmischung heraus. Auch klein gehackte Erdnüsse werden gerne angenommen. Distelfinken hängen sich aber auch an Meisenknödel, um dort die einzelnen Samenkörner herauszupicken.

Was fressen Distelfinken in der Natur?

Der Distelfink ernährt sich fast ausschließlich von Samen verschiedenster Wild- und Wiesenpflanzen, angefangen von den winzig kleinen Samen der Vogelmiere bis zu Sonnenblumenkernen. Später im Jahreslauf konzentrieren sie sich auf ihre Lieblingsnahrung, den Samen verschiedener Distelarten – daher haben sie auch ihren zweiten Namen Distelfinken.
Im Winter suchen sie in den Bäumen nach Samen, vor allem aus Kieferzapfen. Bei der Suche nach verwertbaren Samen erweisen sich die Stieglitze als wahre Akrobaten unter den Singvögeln, indem sie kopfüber an den Samenständen der Pflanzen hängen oder sich weit bis zur Nachbarpflanze vorbeugen. Hin und wieder fressen sie auch Ameisen und andere kleine Insekten. Anders als viele andere Körnerfresser füttern sie auch ihre Nestlinge vor allem mit weichen Pflanzensamen. Aber auch kleinere Insekten, z.B. Blattläuse werden während der Brutzeit und zur Aufzucht der Jungen erbeutet.

Brutverhalten / Geeignete Nistkästen

Distelfinken leben monogam. Das Paar sucht gemeinsam in den Bäumen in 2 bis 4m Höhe nach einem geeigneten Platz zum Bau eines Nestes.
Das napfförmige, dickwandige Nest wird häufig in einer Astgabel angelegt und setzt sich aus Grashalmen, dünnen Stängel- und Wurzelstücken, Moos und Flechten zusammen. Es wird mit Federn, Wollfasern und feinen Wurzeln gut ausgepolstert.

Das Distelfinkmännchen überlässt seinem Weibchen den Nestbau und später auch das Bebrüten des Geleges. Es verteidigt stattdessen den Nistplatz gegen Rivalen. Außerdem versorgt das Männchen während der Brutzeit, die etwas weniger als 2 Wochen dauert, das Weibchen mit Futter.
Gebrütet wird ein-, manchmal auch zweimal im April/ Mai. Die Nestlinge bleiben ca. 2 Wochen im Nest. Auch danach werden die Jungvögel noch eine weitere Woche von beiden Eltern mit Futter versorgt.
Während für die Höhlenbrüter unter unseren einheimischen Singvögeln viele geeignete Nistkästen und Nisthöhlen angeboten werden, werden die Freibüter, zu denen auch der Distelfink zählt, häufig vernachlässigt.

Die Distelfinkweibchen legen zwar ihr Nest selbst an; man kann ihnen dabei aber helfen: Zum Beispiel indem man eine Wildhecke anlegt und diese dann auch nicht immer wieder zurechtstutzt, sondern einfach mal in die Höhe wachsen lässt.
Man kann aber auch eine Nisttasche anlegen. Dazu bindet man ein Büschel aus den Zweigen von Ginster oder Tannen mit einer Schnur in etwa 2 m Höhe und in der Nähe einer Astgabel an einem Baumstamm. Fichten- und Douglasienzweige sind dafür nicht geeignet, denn sie verlieren zu schnell ihre Nadeln.

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