Buchfink

Der Buchfink ist in Mitteleuropa eine der am weitesten verbreitete Vogelart. In Deutschland übertrifft er in seinem Vorkommen sogar Amsel und Haussperling. Mit den ersten schönen Frühlingstagen kann der Buchfink nicht mehr übersehen werden. Und überhört werden kann er schon gleich gar nicht.

Das Aussehen

Bei den Buchfinken haben die Männchen das schönere Gefieder, wie es so häufig bei Vögeln vorkommt. Die Weibchen haben ein schlichtes Gefieder mit überwiegend Beige- und Grüntönen. Die Männchen hingegen haben ein prächtiges Federkleid, das von Weinrot über Grau bis Schwarz schillert. Buchfinken sind ungefähr so groß wie Spatzen und haben eine Lebenserwartung von circa fünf Jahren. Sie haben eine Körpergröße von circa 14 bis 17 cm, bei einer Flügelspannweite von ungefähr 27 cm. Ihr Gewicht beträgt zwischen 18 und 25 Gramm. Buchfinken sollen das Wetter vorhersagen können, wird behauptet. Sie haben einen sogenannten Regenruf, der in ihrem sonstigen munteren Gezwitscher als eintöniges „trüb“ erkannt wird.

Nahrung in der Natur

Brüten Buchfinken nicht, besteht ihre Nahrung überwiegend aus pflanzlichen Anteilen. Sie können mit ihrem kräftigen Schnabel problemlos feste Fruchtschalen knacken, um die Samen herauszupicken. Brüten sie, oder sind in der Mauser, bilden Insekten, Insektenlarven und Spinnen den hauptsächlichen Anteil der Nahrung. Jungvögel werden ausschließlich mit Insekten gefüttert. Buchfinken sind sich lebenslang treu, aber die Buchfinkenmännchen sind im Winter Strohwitwer. Die Weibchen machen sich auf in wärmere Gegenden. Die Männchen nutzen in der Zeit am liebsten Bucheckern als Nahrung. Andere Sämereien werden aber ebenfalls nicht verschmäht. Bucheckern sind nicht das ganze Jahr über verfügbar, zudem haben nicht alle Buchen jedes Jahr gleich viele Eckern. Da muss der Buchfink auf Sämereien und Knospen ausweichen.

Das richtige Vogelfutter am Vogelfutterhaus

Heruntergefallene Körner, Samen oder Haferflocken werden von Buchfinken dankbar am Vogelfutterhaus angenommen. Sonnenblumenkerne, zerkleinerte Erdnüsse und Stücke von anderen Nuss-Sorten werden ebenso gerne genommen. Er tritt den Besuch am Vogelhaus aber nicht so oft an wie andere Vogelarten. Meist ist er mit anderen Finken und Ammern in größeren Gruppen auf Feldern zu beobachten. Oftmals kommen nur die Männchen an das Futterhaus. Oft sitzen sie dann unter dem Häuschen und nehmen das heruntergefallene Futter auf.

 

Brutverhalten

Buchfinken fangen im März mit der Balz an. Sie brüten zwischen April und Juni. Es kann sein, dass sie in der Zeit zwei Bruten haben. Vom Buchfink Weibchen wird ein halbkugelförmiges Nest in hohen Bäumen und Sträuchern gebaut. Dazu verwendet sie Gras, Moos und Spinnweben, für die Polsterung Federn. Das Gelege umfasst vier bis sechs Eier, aus denen blinde Jungvögel schlüpfen, die bereits nach ungefähr zwei Wochen flügge werden.

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