Blaumeise

Was fressen Blaumeisen am Vogelfutterhaus

Blaumeisen ( Cyanistes caeruleus ) lassen sich mit ihrem hellblauen Gefieder leicht von anderen Meisenarten unterscheiden. Sie bleiben oft das ganze Jahr hindurch in unseren Gärten, vorausgesetzt es gibt wenigstens einige höhere Bäume, ein Nistkasten zum Brüten und ein Vogelfutterhaus in den Wintermonaten.

Beschreibung / Aussehen der Blaumeise

Die Blaumeise (Parus caeruleus) ist leicht von anderen einheimischen Meisenarten durch ihre vorwiegend blauen Flügeldecken, den blauen Schwanz und die blaue Kopfplatte zu unterscheiden. In Südeuropa gibt es allerdings auch Populationen, deren Blaumeisen eine schwarze Kopfplatte haben. Alte Federn nehmen einen grünlichen Farbton an, neue Federn sind nach der Mauser zunächst hellblau gefärbt.

Generell ist das Gefieder der Blaumeisen-Weibchen blasser gefärbt als bei den Männchen. Beide Geschlechter unterscheiden sich aber vor allem in der Körpergröße. So ist die Flügelspannweite bei den Männchen etwas um ein Fünftel größer als bei den Weibchen. Blaumeisen haben ein Körpergewicht von 10 bis 12g. Sie werden bis zu 5 Jahr alt.

Jungvögel haben ein gelbliches Gefieder. Diesen Farbton verlieren sie aber bis auf die Schwung- und Schwanzfedern mit der Herbstmauser. So kann man die Jungvögel bis zu einem Alter von 15 Monaten gut von den Altvögeln unterscheiden.

Der natürliche Lebensraum der Blaumeisen sind lichte Laubwälder, deren alte Bäume ihnen geeignete Bruthöhlen bieten. Oft leben sie aber auch das ganze Jahr hindurch in Parks und Gärten.

Was fressen Blaumeisen am Vogelfutterhaus

Blaumeisen lassen sich bei der Winterfütterung leicht zufriedenstellen: Sie nehmen Fettfutter in Form von Meisenknödeln und Meisenringen an, klein gehackte Erdnüsse und geschälte Sonnenblumenkerne, aber auch Sojaflocken, ölhaltiges Streufutter, getrocknete Bachflohkrebse und Insekten an.

Stehen einige Sträucher in der Nachbarschaft des Vogelhauses, dann fühlen sich die Blaumeisen sicher. Außerdem sollte auch eine Vogeltränke vorhanden sein, an der die Blaumeisen ihren Durst stillen oder im Sommer ein Bad nehmen können.

So klein wie die Blaumeisen auch sind, am Vogelhaus geben sie gerne auch mal den Ton an und versuchen, andere Meisen, Finken und Sperlingen zu vertreiben.

Was fressen Blaumeisen in der Natur

Im Sommer ernähren sich Blaumeisen vor allem von Insekten und Spinnen, die sie beim Herumturnen in den Zweigen aufspüren. Daneben suchen sie an Stauden und in Bodennähe nach Ameisen, Blatt- und Schildläusen, fressen aber auch kleinere Samenkörner, Beeren, Blüten- und Blattknospen.

Brutverhalten / Geeignete Nistkästen

Die Fortpflanzungszeit der Blaumeisen beginnt bereits im Vorfrühling. Dann lässt das Männchen seinen trillernden Balzgesang hören. Gebrütet wird aber erst ab Mai.

Zum Brüten bezieht das Weibchen wieder seine angestammte Baumhöhle aus den Jahren zuvor. Zunächst räumt es das alte Nistmaterial vom Vorjahr aus und polstert das Nest dann wieder frisch aus. Die 8 bis 10 Eier werden etwa 2 Wochen bebrütet. Die Nestlinge bleiben bis zu 3 Wochen im Nest.

Als Höhlenbrüter finden die Blaumeisen in unseren Wäldern aber immer seltener alte, hohle und morsche Bäume mit geeigneten Höhlen, die sie zum Brüten nutzen könnten. Daher nehmen Blaumeisen Meisenkästen in den Gärten gerne zum Brüten an. Besonders dann, wenn im Garten einige große Bäume stehen, an denen die Nistkästen aufgehängt werden können.

Welche Meisenart im Nistkasten brüten wird, das hängt vor allem von der Größe des Fluglochs ab. Für Blaumeisen sollte der Durchmesser der Öffnung zwischen 26 und 28mm betragen.

Wer einen Meisenkasten selbst zusammenbauen will, am besten aus massivem Holz mit abnehmbarer Rückwand zum Endreinigen, der sollte darauf achten, dass der Nistkasten ausreichend belüftet wird. Denn die Nestlinge geben viel Feuchtigkeit ab, und dann würde sich durch die Kondensation bald Schimmel bilden.

Ende Juni verlassen die Jungvögel das Nest. Man erkennt sie am blass-gelben oder beige-farbenen Gefieder. Sie bilden kleine Trupps, werden aber in der ersten Zeit noch von den Eltern gefüttert. Erst Ende Juli/ Anfang August werden sie selbständiger und schließen sich auch anderen Altvögeln an.

 

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