Bärlauch- Delikater Frühlingsbote

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Wenn die Sonne an Kraft gewinnt, wächst bei vielen Menschen der Appetit auf frische Kräuterköstlichkeiten. Vor allem Bärlauch hat in den vergangenen Jahren eine Renaissance erlebt. ?Sein Geschmack ist aromatisch, erinnert an Knoblauch ? und ist dabei doch mild und unaufdringlich?, begründet Bio-Spitzenkoch Jürgen Andruschkewitsch das kulinarische Comeback des grünen Liliengewächses.In seiner Küche setzt der Kräuterexperte seit Langem auf das delikate Frühjahrsgewächs. ?

Bärlauch verfeinert sowohl kalte Speisen wie Blatt- oder Feldsalat als auch warme Mahlzeiten wie Suppen, Aufläufe, Lamm- oder Forellengerichte. Darüber hinaus verleiht Bärlauch auch Senfen und Pestos eine feinwürzige Note?, erklärt der Spitzenkoch. Dabei vertraut Andruschkewitsch auf Bärlauch aus ökologischer Erzeugung: Da Kräuter im Ökolandbau besonders viel Zeit für Wachstum und Reife bekämen, sei ihr Geschmack intensiver als bei ihren Pendants aus konventioneller Gewächshaus-Schnellzucht. Außerdem verzichteten Biobauern auf chemisch-synthetische Düngemittel und Pestizide, sodass Verbraucher die Kräuter im wahrsten Sinne des Wortes unbelastet genießen könnten.

Für Zubereitung und Lagerung hält der Profi-Gourmet folgende Tipps bereit: ?Um das volle Aroma zu entfalten, sollte Bärlauch nicht gehackt, sondern nur geschnitten werden. Eine weitere Grundregel: Bärlauch darf erst kurz vor dem Servieren in die Suppen oder Soßen gerührt und nicht mehr gekocht werden. Dadurch bleiben die gesunden Inhaltsstoffe wie zum Beispiel Vitamin C sowie die intensiv-grüne Farbe und der typische Geschmack erhalten.? Mehrere Tage frisch bleibt die Kräuterspezialität, wenn sie in einer luftdicht verschlossenen Schüssel oder eingeschlagen in ein feuchtes Tuch im Kühlschrank aufbewahrt wird.

Wer auf den Geschmack gekommen ist, kann Bärlauch auch im eigenen Garten kultivieren. Die Aussaat sollte im Herbst an einem schattigen und nicht zu trockenen Standort erfolgen. Zu beachten ist, dass sich Bärlauch als schneller Selbstaussäer rasch verbreitet und bereits nach wenigen Jahren große Horste ausbildet. (News-Reporter.NET / as) Foto: News-Reporter.NET

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