Ein Garten für Faule

Die Zeit im eigenen Garten ist für viele von Stress geplagte Menschen in jedem Jahr das Highlight. Endlich kann die harte Arbeit einmal vergessen werden. Einfach nur die Sonne genießen und faul in der Hängematte liegen. Soweit die Theorie. Und wie sieht es in der Praxis aus? Im eigenen Garten müssen Blumen gepflanzt, Bäume und Sträucher beschnitten und ab und an auch mal der Rasen gemäht werden. Schon ist es wieder vorbei mit der absoluten Entspannung im eigenen Garten. So ganz ohne Arbeit kommt man im eigenen Garten sicher nicht aus. Hobbygärtner haben aber ausreichend Möglichkeiten, um trotzdem herrliche faule Tage in ihrer grünen Oase zu verbringen. Der Garten muss einfach von Beginn an so wenig arbeitsaufwendig wie möglich angelegt werden.

Sich an die Natur halten

Wer die unbeschwerten Stunden in seinem Garten genießen möchte und dennoch nicht so viel Arbeit mit der Pflege haben will, der sollte sich immer an die Natur halten und den Garten möglichst naturnah anlegen. Besonders lästig im eigenen Garten ist das Unkraut, was regelmäßig gejätet werden will. Wer darauf in Zukunft verzichten will, sollte Bodendecker pflanzen, die sich gerne über ihre Fläche ausbreiten. Werden sie zudem unter große Bäume gepflanzt, entsteht erst gar kein Unkraut mehr und die Jätkralle kann gut und gerne im Schuppen bleiben. Auch bringen Bodendecker den Vorteil mit, dass sie herrliche Blühten ausprägen, an denen sich Insekten und die Gartengäste erfreuen können.

Augen auf bei der Wahl der Bepflanzung

Es kommt natürlich immer darauf an, welche Pflanzen, welches Obst und welche Gemüsesorten die Beete zieren sollen. Es ist allerdings zu beachten, dass hier auf die richtigen Arten gesetzt werden sollte. Wer zum Beispiel Gladiolen oder Dahlien mag, der gestaltet seinen Garten nicht gerade für faule Momente, da im Herbst die Knollen mühsam gezogen werden müssen. Vielmehr sollte bei der Bepflanzung der Beet3e auf ausdauernde Stauden, wie frühblühende Zwiebeln, Gräser oder Farne gesetzt werden. Diese zieren das Beet ebenso schön, sind naturnah und machen eben möglichst wenig Arbeit.

Bienen- und Schmetterlingsfreundliche Gartengestaltung: Ein Schlaraffenland für Insekten

Insekten, wie beispielsweise Bienen können zwar nervige Gartenbesucher sein, sie sind aber ebenso wichtig. Schließlich bestäuben sie auf der Suche nach wertvollem Nektar sämtliche Blüten im eigenen Garten und sorgen für ein buntes Blumenmeer und eine deutlich bessere Ernte. Die Gartengestaltung für faule Hobbygärtner und das Paradies für Bienen und Schmetterlinge schließen sich jedoch dabei nicht aus. Denn auch Bienen brauchen nicht viel, um sich im eigenen Garten besonders wohl zu fühlen. Auch hier gilt, dass aus ökologischer Sicht darauf zu achten ist, dass der Garten möglichst natürlich belassen werden sollte. Insekten, wie Bienen und Schmetterlinge genießen dabei die Sonneneinstrahlung, brauchen aber auch windgeschützte Areale, um für die Blumenbestäubung zu sorgen. Wer seinen Garten also komfortabel für sich und für Bienen und Schmetterlinge gestaltet, der profitiert davon in mehrfacher Hinsicht. Auch trägt er so einen wichtigen Teil zum Umwelt- und Naturschutz bei. Aufgrund der Anwendung von verschiedenen Chemikalien und Pestiziden haben sich Erkrankungen ausgebreitet, die die heimischen Bienenarten bedrohen. Wer diesem Umstand entgegenwirken und möglichst wenig Zeit und Aufwand in die Pflege seines Gartens investieren möchte, der lässt die Natur so wie sie ist und genießt entspannte Stunden in einem wilden, aber dennoch ansehnlichen Garten.

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